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Aktuelle Gesundheitsthemen

Volkskrankheit Diabetes: Ist sie heilbar?

Einmal Diabetes, immer Diabetes? Das galt bis vor wenigen Jahren tatsächlich. Doch heute wissen Forscher, dass sich Typ-2-Diabetes zumindest zurückdrängen lässt. Die Neue Apotheken Illustrierte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über verschiedene Strategien.

»Unsere Studien in Düsseldorf und die einer englischen Arbeitsgruppe zeigen, dass bis zu 50 Prozent der Typ-2-Diabetiker die Chance haben, ihren Diabetes zu besiegen«, sagt Professor Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums. »Betroffene haben häufig Übergewicht. Wenn man den Rückwärtsgang einlegt, lässt sich die Erkrankung wieder in eine Vorstufe zurückbringen.« Das heißt, die Zellen reagieren wieder besser auf das körpereigene Insulin und nehmen den Zucker aus dem Blut auf. In den Rückwärtsgang schalten kann man auf verschiedene Weise. Entscheidend ist, dass der Mensch weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbrennt. Dies lässt sich durch eine reduzierte Kalorienaufnahme oder mehr Bewegung erreichen. Am besten durch beides gleichzeitig. Außerdem wichtig: Das Gewicht muss dauerhaft unten bleiben.

 

Eine weitere Möglichkeit, erfolgreich abzunehmen und Typ-2-Diabetes zurückzudrängen, bieten chirurgische Maßnahmen. Seit etwa zwei Jahren empfiehlt die Leitlinie zur Chirurgie von starkem Übergewicht sogenannte bariatrische Operationen am Magen speziell auch für Menschen mit Diabetes. »Als Voraussetzung für die Operation gilt, dass man es nicht schafft, durch Lebensstilveränderungen und Diabetesmedikamente den Diabetes ausreichend zu kontrollieren«, erklärt Professor Dr. Jens Aberle, ärztlicher Leiter des Fachbereichs Endokrinologie, Diabetologie und Adipositas am UKE Hamburg.

 

Wer sich für eine OP entscheidet, hat gute Chancen auf Besserung. Aberle: »Der Diabetes verbessert sich schon am Tag der Operation. Die durchschnittliche Gewichtsreduktion nach einem Jahr liegt bei 30 bis 40 Prozent des Ausgangsgewichtes. Die Patienten brauchen deutlich weniger Diabetes-Medikamente, und eine nicht unerhebliche Zahl von Patienten erreicht eine Remission.« Diese trete am häufigsten auf, wenn der Diabetes noch nicht lang bestanden hat. Außerdem gilt: Je jünger der Patient, desto größer die Erfolgschancen der OP.

 

Operationsbezogene Komplikationen gibt es bei den Standard-Verfahren, der Schlauchmagen-Operation und dem Magenbypass, laut Aberle selten. »Häufiger treten jedoch Komplikationen im Laufe der ersten Jahre nach der OP auf. Jeder fünfte Patient wird innerhalb von drei bis vier Jahren nach dem Eingriff nochmal operiert«, gibt der Experte zu bedenken. »Außerdem können die Patienten einige Nährstoffe nicht mehr so gut aufnehmen. Diese müssen sie dauerhaft in Form einer Nahrungsergänzung aufnehmen.«


> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"



 

Arzneimittelrisiken erkennen und vermeiden

Laut der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) meldeten Apotheker im Jahr 2019 mehr Qualitätsmängel und Nebenwirkungen von Arzneimitteln als jemals zuvor. Warum die Aufmerksamkeit vonseiten der Apotheker so wichtig ist, erläutert Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK, in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

 

Von den über 10 700 Meldungen, die bei der Kommission im vergangenen Jahr eingingen, hingen knapp 3 000 Meldungen laut der AMK mit Nebenwirkungen beziehungsweise unerwünschten Arzneimittelwirkungen zusammen. Dies entsprach rund 29 Prozent. Etwa 7 700 Meldungen bezogen sich auf Qualitätsmängel, wie fehlerhafte Verpackungen oder mechanische Defekte, zum Beispiel nicht funktionierende Insulinpens.

 

„Die gemeldeten Risiken umfassen Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Qualitätsmängel von Medikamenten. Dabei wird ein umfassendes Spektrum abgedeckt, wie beispielsweise unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen, Medikationsfehler, Missbrauch und Fehlgebrauch oder Gewöhnung und Abhängigkeit“, erklärt Schulz. „Des Weiteren aber auch Mängel an der Qualität, technische Mängel, Kennzeichnungs- oder Verpackungsmängel, Minderwirkungen, Manipulationen beziehungsweise Fälschungen.“

 

Schulz ist überzeugt, dass dieses Berichtssystem effektiv dazu beiträgt, Risiken zu minimieren und die Sicherheit für Patienten zu erhöhen. „Risiken wohnen wirksamen Arzneimitteln grundsätzlich inne. Daher sind Apotheker berufsrechtlich verpflichtet, Arzneimittelrisiken der AMK zu melden. Die Meldungen dienen dem raschen Erkennen von unerwarteten Risiken für Patientinnen und Patienten, um behördlicherseits Gegenmaßnahmen einleiten zu können.“


> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"


 

Aktiv ins Frühjahr starten

Sich zu bewegen trägt wesentlich zur Gesundheit bei. Der Erfolg lässt sich besonders für Menschen mit Diabetes Typ 2 sehen. Tipps, wie man den inneren Schweinehund bekämpft, verrät die Neue Apotheken Illustrierte DIABETES extra in ihrer aktuellen Ausgabe.

 

Wer sich regelmäßig bewegt, verbrennt mehr Energie und baut mehr Muskelkraft auf. Zudem reagiert der Körper dadurch empfindlicher auf Insulin. Die Körperzellen nehmen den Zucker besser auf, und der Insulinspiegel sinkt. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes könnten – anders als Typ-1-Diabetiker – ihre Blutzuckerwerte allein durch eine gesunde Lebensweise in den Griff bekommen, also durch gesunde Ernährung in Verbindung mit Bewegung. So besteht die Möglichkeit, die Behandlung mit Tabletten, sogenannten oralen Antidiabetika, oder Insulin über Jahre hinauszuzögern. Wer zwei bis dreimal wöchentlich Sport treibt, kann seine Blutdruck- und Blutfettwerte verbessern. Das Risiko von Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Funktionsstörungen der Nieren und Augen, Nerven- oder Gelenkschäden sinkt deutlich.

Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking: Es gibt viele Sportarten, in denen man sich ausprobieren kann. „Zusätzlich zum wöchentlichen Fitness-Programm ist es empfehlenswert, dass Diabetiker täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv sind; zum Beispiel in Form von Gartenarbeit oder Spaziergängen“, rät Professor Dr. Matthias Blüher, Leiter der Adipositas-Ambulanz am Universitätsklinikum Leipzig. „Wir geben Patienten gern Schrittzähler an die Hand und empfehlen, am Tag mindestens 10 000 Schritte zu gehen. Los geht´s dabei mit zusätzlich 500 Schritten pro Tag, das kann dann mit wachsender Belastbarkeit gesteigert werden. Je mehr Bewegung, desto schneller fällt das Gewicht und desto besser schlägt die Therapie an.“

 

Apps für das Smartphone oder Fitness-Armbänder helfen heute, die gesetzten persönlichen Ziele im Blick zu behalten, und geben unter anderem Hinweise auf gelaufene Schritte, den Kalorienverbrauch und die Herzfrequenz. Alltagssituationen lassen sich gut in das Bewegungsprogramm integrieren. Treppen steigen anstelle von Aufzug fahren, mit dem Hund bei Wind und Wetter eine Runde drehen, bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach einmal eine Station früher aussteigen und laufen – Gelegenheiten ergeben sich genug.

 

Für Menschen mit Vorerkrankungen ist allerdings auch eine medizinische Begleitung wichtig. Blüher erklärt: „Jeder Mensch ist anders, deshalb sollte das Sportprogramm bei Diabetes immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, um die Aktivität und die Medikation bei Bedarf anzupassen.“ Ein umfassender Gesundheitscheck gehört vor dem ersten Zuschnüren der Sportschuhe ebenfalls dazu. Diabetes ist mit einem höheren Risiko für Herzkrankheiten verbunden. Deshalb prüft ein Mediziner unter anderem mithilfe eines Belastungs-EKGs, wie gut das Herz des Patienten durchblutet wird.“


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Und das sind die Tehmen des Heftes
vom 15. Juni 2020:

 

 

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